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[20.12.2002]
Ernst Klett-Verlagsgruppe beteiligt sich am Österreichischen Bundesverlag (ÖBV)
Stuttgart, 20.12.2002. Die Privatisierung des Österreichischen Bundesverlags (ÖBV) wird zum 1.1.2003 abgeschlossen sein. Am Schulbuch-Verlag öbv+hpt wird der Verlag Hölder- Pichler-Tempsky, der im Eigentum der Familie Glöckler steht, künftig 51% halten. Damit bleibt die Mehrheit in österreichischer Hand und Klett erhält ein Entree in den österreichischen Markt.

Zusammen mit der ÖBV-Gruppe werden mit Brandstätter, Deuticke und Residenz wichtige österreichische Kultur- und Literaturverlage durch Klett übernommen. Mit der Republik Öster-reich wurde vereinbart, dass auch weiterhin der Bund im Aufsichtsrat der Gruppe vertreten bleibt. Eine Berücksichtigung deutsch-österreichischer Interessen konnte so erreicht werden.

Klett will nicht mit vorgefertigten Konzepten auftreten. Man will zunächst die Entscheidung des Kartellamtes abwarten und dann über eventuelle Schritte nachdenken.

Zur ÖBV-Gruppe zählen neben dem Schulbuchsegment und den Literaturverlagen auch stationäre Buchhandlungen und eine Verlagsauslieferung. Die Gruppe erwirtschaftete in 2001 einen Gesamtumsatz von 42 Mio. Euro. Die Klett-Gruppe ist im Bildungsbereich in 13 Ländern vertreten und gehört mit 317 Mio. Euro Umsatz zu den großen Verlagen in Deutschland.


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